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Unser Reiseangebot
gibt es auch als übersichtlichen
Katalog zum
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Landeskenntnisse, schnell und flexibel -
Wir organisieren auch gerne nach Ihren Wünschen ganz
individuelle Reisen in die Länder Südost- und Ostmitteleuropas - egal ob in
kleiner Familiengruppe, im Freundeskreis oder als Verein. Schicken Sie uns
einfach eine e-mail, faxen oder rufen Sie an.
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Als internationalem Reiseveranstalter liegt uns natürlich die
Völkerverständigung besonders am Herzen. Deshalb unterstützen wir eine
hervorragende Idee - das
Global Stone Project von Wolfgang Kraker von Schwarzenfeld. Schauen Sie
mal vorbei im Internet unter
www.globalstone.de oder im Berliner Tiergarten.
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Kreuz und quer durch das
polnisch-ukrainische
Galizien
und
die nördliche Bukowina
Jüdische Spurensuche in einer (fast) vergessenen Welt
Galizien - viele kennen den Namen und wissen doch nicht, wo sie diese Landschaft
einordnen sollen. In Spanien vielleicht? Ja, dort gibt es ein Galizien, Die
spanischen Juden brachten nach ihrer Vertreibung 1492 den Namen mit in ihre neue
Heimat im Königreich Polen, das im 18. Jh. unter Preußen, Österreich und
Russland aufgeteilt wurde. Dabei fiel Galizien vollständig an Österreich und
wurde bis 1918 stark vom k&k-Reich geprägt. Doch auch auf das erste polnische
Fürstentum Halitsch kann der Landschaftsname zurückgeführt werden ... und schon
wird klar, dass wir uns in einem kulturellen Mischgebiet befinden. Polen und
Ukrainer erhoben uralte Ansprüche, aber auch die Deutschen und Juden prägten
über Jahrhunderte das Leben in Städten, wie Krakau
(Kraków), Lemberg (L`viv), Brody
und Czernowitz (Černivci).
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Heute ist die einst homogene Region Galizien geteilt - der Westen gehört zu
Polen, der Osten zur Ukraine. Viel Gemeinsames und Gegensätzliches ist zu
sehen. Eine LiteraTour mit zahlreichen Begegnungen. |
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| 1.-3. Tag |
Ausgangspunkt
unserer Reise ist Krakau (Kraków), das schon im 14. Jh. die polnische
Hauptstadt war. Unübersehbar thront über der Stadt der Wawel mit
seinen Kunstschätzen und den Grabmalen einstiger Herrscher. Der Marktplatz
wird von den Tuchhallen und der Marienkirche beherrscht, in der der größte
Altar des Nürnberger Bildhauers Veit Stoß steht. Aber auch die vielen
anderen Kirchen bieten Überraschendes. Bekanntester Student an der
zweitältesten Universität des christlichen Europas war sicherlich Nikolaus
Kopernikus. In den Museen und Galerien hängt viel Bekanntes, wie die Dame
mit Hermelin von Leonardo da Vinci. Auf 2 Spaziergängen lernen Sie sowohl
die Bürgerstadt als auch den (einst) jüdischen Stadtteil Kazimierz
kennen. Obwohl das heutige "jüdische Leben" mehr touristischen
Gesichtspunkten folgt, sind die vielen Synagogen ein guter Einstieg, die
jüdische Tradition Galiziens kennenzulernen. Und vielleicht treffen wir noch
einen Überlebenden von Oscar Schindler´s Liste oder den Musiker Kosłowski,
der den Film vertont hat. Und abends bei Klezmermusik und koscheren Essen
kommt die Atmosphäre der 30er Jahre wieder auf.
Der Steven-Spielberg-Film hat Krakau viele
Besucher zurückgebracht. Doch die einstigen
Bewohner fehlen größtenteils. Sie wurden zumeist im nahen
KZ Auschwitz (Oświciem) bzw. Birkenau ermordet. Nur wenige, wie z.B. die amerikanische Kosmetikgigantin
Helena Rubinstein, entgingen dem Holocaust. 130 km.
3 Übernachtungen im Klezmerhaus, einer
alten Mikwe.
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4. Tag |
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Erstes Ziel des
heutigen Tages sind die
weiten
Katakomben der Salinen von Wieliczka,
dann geht es
über das beschauliche Städtchen
Tarnów nach Łańcut (Landshut, der Name stammt von bayerischen Siedlern,
die einst hierher kamen) mit seinem beeindruckenden Potockischloss und der alten
Synagoge weiter, bevor wir am Abend die Renaissancestadt Zamość
mit ihren malerischen Arkaden erreichen, die Heimat von Rosa
Luxemburg. 320 km, Übernachtung in
Zamość. |
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5. Tag |
Am Morgen
gedenken wir in der beeindruckenden Gedenkstätte des Vernichtungslagers
Bełżec den über 600.000 Menschen, die hier ermordet worden sind. |
| 5.-6.
Tag |
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Der Grenzübergang zur Ukraine führt uns in eine komplett
andere Welt. Nicht nur der Straßenzustand ist anders, auch die Schrift, die
Menschen, die brachliegenden Ackerflächen, die angeleinten Kühe am Straßenrand, es
ist, als ob die Zeit vor über 60 Jahren einfach stehengeblieben wäre. Erst
L`viv (Lemberg, 130 km) erscheint uns wieder vertrauter. Eine k&k-Stadt mit
halbasiatischem Trubel! Wir finden uns zurückversetzt in Erzählungen von K.
E. Franzos, Joseph Roth oder auch in die Reisebeschreibungen Alfred
Döblins 1924. Zahlreiche historische Bauten erwarten uns, die vielen Kirchen verschiedener
Glaubenskonfessionen erzählen uns vom wechselvollen Mit-, Neben- und
Gegeneinander der ethnischen Gruppen. Alles in allem ist Lemberg aber eine
Stadt Habsburger Prägung, sei es das Opernhaus oder der großartige Bahnhof -
man spürt noch immer den Geist der Monarchiezeit. Auf die man sich heute
auch wieder gerne beruft, wenn auch das Volk dieser Stadt inzwischen ein
ganz anderes ist.
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Der Bummel durch die Stadt lässt uns
versteckte Winkel entdecken, wie das einstige Ghetto, das große, früher
jüdische Krankenhaus oder den polnischen Markt, der auf dem einstigen
jüdischen Friedhof errichtet wurde. Zu einem echten Erlebnis
wird die Fahrt mit der Vorortbahn oder in der rumpelnden Straßenbahn. Die
Menschen sind freundlich und so manches Mütterchen versucht in´s Gespräch zu
kommen, obwohl sie kaum ein Wort Deutsch versteht.
Und abends geht es in´s
armenische Restaurant und in´s Caféhaus Veronika mit der wohl dicksten
heißen Schokolade der Welt. Und dem besten Apfelstrudel nebenher ... 2
Übernachtungen in L`viv.
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7. Tag |
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Von L’viv fahren wir ostwärts
über Oles`ko mit seinem verwunschenen Schloss, in dem angeblich der
spätere polnische König Jan Sobieski und der Kosakenheld Chmelnic’kij
geboren sein sollen, nach Brody. Das verschlafene Städtchen war einst
der letzte Vorposten Wiens. Hier ging der Schriftsteller und Reisejournalist
Joseph Roth zur Schule und schon damals weckte der Bahnhof die Sehnsucht
nach der weiten Welt in ihm. Die Stadt war auch Schmelztiegel der
galizischen mit den russischen Juden, die damals zuhauf über die nahe Grenze
kamen. Beeindruckend ist immer noch der riesige jüdische Friedhof. Über den
orthodoxen Wallfahrtsort Počajiv gelangen wir nach Ternopil` (Tarnopol).
Dieser Winkel Galiziens ging immer mal zwischen dem Habsburger Reich und
Russland hin und her, vielleicht hat gerade das der Stadt und ihrer
Bevölkerung die Offenheit und Mischung an Bau- und Lebensstilen eingebracht.
Soma Morgenstern widmete seine teils erschütternden Werke (u.a. Die
Blutsäule) der Stadt. 230 km, Übernachtung in Ternopil`. |
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8.-9. Tag |
Weiter geht die Fahrt in die
Bukowina, was soviel wie Buchenland bedeutet. Dieses Zipfelchen kam
1775 zu Österreich und hatte immer einen gewissen Sonderstatus. So
entwickelte sich die Hauptstadt Černivci (Czernowitz) zu dem
Zentrum des Ostjudentums. Hier wurden die Dispute des Chassidismus
ausgetragen, das geistig-kulturelle Leben war fest in jüdischer Hand.
Zahlreiche Schriftsteller stammten von hier, das Verlagswesen war führend im
Habsburger Reich. Die wechselvolle Geschichte der Stadt ist eng mit den
verschiedenen Nationalitäten verbunden, die hier zuhause sind. Nach dem 1.
Weltkrieg wurde der Ort rumänisch, seit 1945 gehört die Stadt zur Ukraine. Besonders die Juden haben unter
diesem ständigen Machtwechsel gelitten, denn beliebt waren sie bei keiner
Seite. Heute gibt es wieder eine (wenn auch sehr arme) ostjüdische Gemeinde.
Auf dem großen jüdischen Friedhof können wir Steine auf die Zwilling- und
Zuckermanngräber legen. Einige werden die beiden Czernowitzer vielleicht aus
Volker Koepps Dokumentarfilm kennen. Wir rezitieren vor den Geburtshäusern
von Rose Ausländer und Paul Celan. Mit ein wenig Glück können wir auch in
das Ohel von Israel Friedmann, treffen Mitglieder der jüdischen Gemeinde mit
ihrem Rabbi und unterhalten
uns mit dem Literaturprofessor Petro Rychlo. 170 km, 2
Übernachtungen in Černivci.
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10. Tag |
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Unsere Reise führt jetzt
wieder nach Galizien – nach Kolomea mit einer huzulischen Holzkirche
und Ivano-Frankivsk, wo sich die Zöcklerschen Anstalten, das "Bethel
des Ostens" befanden. Auch hier gibt es eine kleine israelitische
Gemeinschaft, die uns gerne in ihrer Synagoge empfängt. Die Stadt macht
einen sehr westlichen Eindruck, was nicht zuletzt dem oligarchischen
Bürgermeister und Direktor der Hochschule für Erdöl zu verdanken ist. Auf
dem weiteren Weg liegt Drohobyč, die Heimat des tragischen Dichters
und Malers Bruno Schulz.
Am Abend erreichen wir
wieder Polen, wo wir in Sanok den Tag bei einem
stilvollen Abschiedsessen ausklingen lassen. 420 km, Übernachtung in
Sanok.
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11. Tag |
Die letzte Etappe der Rundreise bringt uns
am Morgen zurück nach Kraków (Krakau), von wo Sie wieder heimfliegen
oder -fahren bzw. auf Wunsch noch ein paar Tage anhängen können. 265 km.
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Reisetermine und Preise:
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11tägige (10 Nächte) Rundreise von Krakau über
Lemberg und Czernowitz auf literarischen Spuren und mit zahlreichen Begegnungen (u.a.
mit Rabbinern und dem Literaturexperten Petro Rychlo).
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27.05. - 06.06.2012
29.07. - 08.08.2012
30.09. - 10.10.2012
Katalogpreis:
1.290 € / Person im DZ/HP,
120 € Einzelzimmerzuschlag
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Mindestteilnehmerzahl: 4
Höchstteilnehmerzahl: 16
Fahrt im klimatisierten Klein- oder Reisebus
(je nach Gruppengröße)
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Flüge / Bahn ab 29 € je Richtung (nach Verfügbarkeit, Vermittlung auf Anfrage)
Ausgangs- und Endpunkt der Reise ist Krakau.
Sie wohnen stets in ausgewählten landestypischen Mittelklassehotels.
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| Im
Reisepreis sind bereits Frühstück, Abendessen und alle Eintritte des
vorgeschlagenen Programms enthalten. Und damit Sie alles nochmals
in Ruhe daheim nachlesen können, bekommen Sie von uns extra für diese Tour
geschriebene
Reiseliteratur. Gerne
gehen wir auch auf Ihre besonderen Wünsche ein und modifizieren auf
Absprache mit den Reiseteilnehmern das Programm. Auch Änderungen aus
organisatorischen Gründen bei adäquatem Ersatz bleiben vorbehalten.
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Klima: Wir befinden uns
nördlich der Karpaten in gemäßigtem Klima. Die Sommer sind warm,
aber es kann schon ab und an mal regnen. Je weiter wir nach Osten kommen, umso
kontinentaler wird das Wetter. Im Herbst bleibt es lange schön, bester
Reisemonat ist der Oktober. Deshalb empfiehlt sich eine Art Zwiebellook und
eine leichte Regenjacke. Festes Schuhwerk sollte ebenfalls zur Ausrüstung
gehören, denn manche Erkundungstour geht auch über Stock und Stein. |
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Reiseleitung, Betreuung:
Unsere Reiseleiterin, Marta Sobolewska, ist Polin mit Leib und Seele und
vermittelt Ihnen einen tiefen Einblick in das Leben der Polen früher und heute.
Mit großer Begeisterung widmet sie sich auch der (vergangenen) jüdischen und der
(so andersartigen) ukrainischen Kultur, so dass Sie sicher mit einem
allumfassenden Bild Galiziens wieder nach Hause fahren werden.
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Tipps für die An- und Abreise:
Unsere Reise beginnt und endet in Krakau. Wir organisieren Ihnen gerne
einen
Anschlussaufenthalt
und die
An- und Rückreise per
Bahn oder Flugzeug.
Für Flugreisen nach Krakau bzw. Kattowitz empfehlen sich Sonderangebote, wie z.B. von
Lufthansa (www.lufthansa.de)
für ca. 88 Euro hin und zurück. Auch LOT
(www.lot.pl)
und die Czech Airlines (www.czechairlines.cz) bieten
Sonderkonditionen an.
Mit Germanwings (www.germanwings.de),
Centralwings (www.centralwings.de), EasyJet (www.easyjet.com),
SkyEurope (www.skyeurope.com)
und WizzAir (www.wizzair.com) können Sie ab vielen deutschen
Flughäfen schon ab 19 Euro + TAX je Richtung fliegen.
Günstige Flugtickets mit Preisvergleich vermitteln auch Mc
Flight (www.mcflight.de)
und L-tur (www.ltur.com).
Bahnreisende haben die Möglichkeit, den Polen-Spezialpreis zu nutzen
(www.bahn.de).
Das Kontingent ist allerdings limitiert. Auch in Nachtzügen gibt es spezielle Angebote.
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Geld und Organisatorisches:
Polen ist
seit Mai 2004 Teil der Europäischen Union, aber die Ukraine
ist noch kein Mitglied der EU. Deshalb benötigt man zur Einreise einen
noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepass oder Personalausweis.
Derzeit ist die Visapflicht für die Ukraine ausgesetzt.
Alle auf dieser Reise benötigten Zahlungsmittel tauscht man
am besten direkt vor Ort. Geldwechsel ist überall
bei Banken und offiziellen Wechselstuben problemlos möglich. Schon an den
Grenzen gibt es zahlreiche Wechselstuben. Auch Bankautomaten sind verbreitet.
Die Wechselkurse schwanken zeitweilig. 1 Euro entspricht in etwa 4 polnischen Zloty
bzw.
ungefähr 10 ukrainischen Hryven` (Stand Ende 2010).
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